
Shamanische Rituale
Es gibt viele Formen von schamanischen Zeremonien. Die meisten gründen sich auf Traditionen eingeborener Völker und auf die Weisheit und Einsicht, die diese Menschen direkt oder indirekt an uns weitergegeben haben. Es ist erst ein paar Jahrzehnte her, daß Menschen aus westlichen Industrieländern zum ersten Mal das enorme Heilungspotential solch ritueller Arbeit entdeckt haben.
Die Hauptmerkmale aus denen schamanische Rituale in den meisten Traditionen - wie zum Beispiel der 'Kirche der Eingeborenen Amerikaner' (Native American Church), oder der südamerikanischen Ayahuascagruppen - bestehen sind: Ein rituelles Setting, der Gebrauch von Räucherwerk, das Singen von Mantren oder einfachen Songs, das Setzen von Intentionen für die schamanische Reise oder Visionssuche, das Trommeln, und häufig der Gebrauch bewußtseinserweiternder Pflanzen und Substanzen ("Entheogene").
Schamanische Rituale eröffnen der reisenden Person gewöhnlich ihre Sehnsucht nach mehr Kontakt zum Göttlichen und ein tiefes Verständnis dafür, was der Erfüllung dieses Wunsches im Weg steht. Da das was im Weg steht meistens unmittelbar an individuelle Konditionierungen sowie kulturelle und kollektive Prägungen und Wertvorstellungen gekoppelt ist, wird die schamanisch reisende Person sehr häufig mit diesen Mustern konfrontiert.
Der Unterschied der Konfrontationsweise zwischen einer gewöhnlichen Therapiesitzung und einem schamanischen Ritual besteht darin, daß im Letzteren verstärkt die mythologische und archetypische Ebene der Psyche erlebbar wird. Aus diesem Grunde kommt es bei schamanischen Reisen sehr häufig zu Visionen von Engeln und Dämonen, von Fabel- und Geistwesen, zum Hören von Stimmen etc.
Traditionelle Psychotherapie pathologisiert solche Erlebnisse häufig. Bestenfalls aber liefert sie Werkzeuge zur Kontrolle und zum rationalen Verständnis solch innerer Erfahrungen. Sie hat jedoch keinen direkten Erlebniszugang zu den Bereichen der Psyche aus denen diese Strukturen stammen. Schamanische Reisen können in ihrer Direktheit daher ausgesprochen herausfordernde oder sogar furchterregende Erlebnissequenzen beinhalten und der reisenden Person tiefe und oft auch unerwartete Wurzeln persönlicher Konflikte aufzeigen. Es braucht in der Regel Zeit, um diese Entdeckungen zu verarbeiten, zu integrieren und deren Heilpotential zu verstehen.
Ebenso haben schamanische Rituale aber eine sonst unerreichte Kraft, die reisende Person in Kontakt mit der göttlichen Quelle allen Seins zu bringen. Je mehr schamanisch Reisende lernen, die zum Teil schwierigen Gewässer visionärer Erfahrungen zu navigieren, desto mehr fühlen sie sich befähigt, diejenigen inneren Dimensionen selbständig zu erreichen, in denen das tiefe Verlangen nach Sinnhaftigkeit, der Wunsch nach Einheit mit dem Ganzen und nach Zufriedenheit mit dem eigenen Leben erfüllt wird.
Im Laufe der Zeit entdecken schamanisch Reisende, daß die Wahrheit ihrer individuellen Menschlichkeit vergleichbar ist mit dem je individuellen und sehr einzigartigen Klang einer Flöte: Jede Flöte hat ihren ureigenen Klangcharakter; und doch ... wenn sie mit Liebe und Verehrung für das Geschenk des Lebens gespielt wird, dann drückt jede Flöte eine Facette des Göttlichen aus.
Die Kunst, also, ist es, zu werden wie ein hohler Bambus, durch den die göttliche Dimension ihre Melodie zur Welt spielen kann zur Heilung und zum Wohlergehen aller Wesen.
Ich biete sowohl schamanische Einzel- als auch Gruppensitzungen, sowie mehrtägige Rituale an. Setzen Sie sich mit mir in Verbindung für die Buchung von Sitzungen und/oder um mehr über die Rituale zu erfahren.
Ein Teil des Umsatzes aus meiner schamanischen Arbeit fließt non-profit Organisationen zu, welche die Entwicklung des menschlichen Bewußtseins unterstützen.
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